26.08.2015 17:00 Uhr Humanismus & Aufklärung

Katholizismus und Faschismus im 20. Jahrhundert

Das Buch gilt gemeinhin als Abschluss von Karlheinz Deschners monumentaler "Kriminalgeschichte des Christentums" Es erschien bereits 1982/83 in einer zweibändigen Ausgabe und wurde kürzlich
wieder neu aufgelegt, versehen mit einem Nachwort von Michael Schmidt-Salomon, in dem er sich mit den Amtszeiten von Johannes Paul II. und Benedikt XVI beschäftigt.

Deschner beschreibt rund 100 Jahre Kirchengeschichte ab 1878 anhand der Regierungszeiten
der Päpste, beginnend mit Leo XIII. und dessen Antimodernistenkampf gegen Demokratie,
Menschenrechte und Sozialismus, der von seinem Nachfolger Pius X. fortgesetzt wurde. (Siehe Antimodernisteneid von 1910)
Zentrales Thema ist die öffentlich wenig bekannte innige Verbundenheit der katholischen Kirche mit allen autoritär-faschistischen Regimen in Europa, so v.a. mit dem von Mussolini in Italien, der den Kirchenstaat wieder herstellte, so mit dem Franco-Regime in Spanien, dem brutal-grausamen von Pavelic in Kroatien und v.a. mit dem deutschen Naziregime, dem der Vatikan zu erster internatinaler Reputation verhalf durch das bereits 1933 abgeschlossene Reichskonkordat, einem Vertrag zugunsten beider Seiten, der heute noch in der BRD uneingeschränkt gültig ist.

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