Pressespiegel: Heute auch als UKW-Frequenz

Stuttgarter Wochenblatt vom 12.Oktober 2006

Zehn Jahre Freies Radio für Stuttgart - Sender stand oft kurz vor dem Aus

STÖCKACH - Am Anfang stand der Wille ein Radio von Hörenden für Hörende zu machen. Ein unabhängiges Radio, das weder von Werbeeinnahmen noch vom Quotenhörer abhängig ist.
Vier regionale Vereine darunter der Stadtjugendring und KISS (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Stuttgart) waren die Motoren für ein solches Projekt. Von 1993 bis 1996 wurden freie Frequenzen für einen solchen Sender gesucht.

Zunächst ohne Erfolg. Doch dann machte sich der damalige JU-Landeschef und spätere Staatsminister Christoph Palmer für einen neuen Jugendsender stark.

Denn zu dieser Zeit protestierten gerade einige tausend Jugendliche auf dem Schlossplatz gegen die Schließung des beliebten Stadtradios mit DJ und Moderator Bernie Bernthaler. Die darauf vom damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Günther Oettinger durchgeführte Anhörung erbrachte im Ergebnis, dass die LfK nun doch eine nichtkommerzielle Frequenz auf 97,2 MHz UKW für das heutige Freie Radio für Stuttgart ausschrieb. Jetzt machen rund 150 Amateur-Radiomacher selbst das Programm. Dabei wird die Vesperkirche in Stuttgart genauso beachtet wie viele ethnischen Gruppen.