Pressespiegel: "Spurensuche - unsere Stadt zum Hören" gewinnt den LFK Medienpreis

Radio Journal 5-6, 2014

"Spurensuche - unsere Stadt zum Hören" gewinnt den LFK Medienpreis

Bereits zum zweiten Mal in Folge hat das Freie Radio für Stuttgart mit einem Beitrag in der Sparte "Nichtkommerzielle Veranstalter" den Medienpreis der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) gewonnen. Das Projekt "Spurensuche" teilt sich den Preis mit der UniWeIle Tübingen, die
gleichermaßen ausgezeichnet wurde.
"Spurensuche" macht Stuttgarter Geschichte und interessante Personen erlebbar. Jugendliche haben sich unter erfahrener Anleitung auf den Weg gemacht, ihre Stadt neu zu entdecken und ihre Erfahrungen medial aufzubereiten. Im Rahmen von "Spurensuche" wurden verschiedene
geschichtlich oder gesellschaftlich interessante Orte aufgesucht, wie zum Beispiel die Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik in der Stuttgarter Hackstraße und die daraus resultierenden Waldorfschule auf der Uhlandshöhe. Weitere Themen waren die neue Stadtbibliothek, die
Standseilbahn zum Waldfriedhof und die Weißenhofsiedlung, einer in Deutschland
einmaligen architektonischen Modellsiedlung aus den 20er Jahren. Für diesen Beitrag wurden die Jugendlichen nun ausgezeichnet. Bei einem Besuch in der Siedlung trafen sie Bewohner,
um die Geschichte und auch die Auswirkungen zu erfahren. Die drei Jugendlichen, Hendrik Ströhle, Leonhard Wolfarth und Julius Keinath sind begeistert über den Preis. "Radiosendungen
zu produzieren macht sowieso Spaß, aber so hat sich die Arbeit noch mehr gelohnt", sagt Hendrik, der es erst glauben konnte, als ihre Namen auf der Leinwand im mit 1.000 Besuchern voll besetzten Stuttgarter Apollotheater erschien .
Die Erstellung der Beiträge bei "Spurensuche" ist Gruppenarbeit. Es gibt keine ausgewiesene
Arbeitsteilung. Gemeinsam recherchieren die Jugendlichen Hintergründe, erarbeiten Fragestellungen, machen die Aufnahmen vor Ort und gestalten schließlich die komplette Sendung.
"Spurensuche" ist Medienkompetenz, Radioarbeit. Geschichtswerkstatt und Jugendarbeit.
Fachlich begleitet werden die jungen Leute durch Elena Maslovskaya, die seit langem im Freien
Radio aktiv ist und viele Projekte bereits durchgeführt hat. Das Projekt ist eine Kooperation
zwischen dem interkulturellen Medienverein Multicolor e.V. und dem Freien Radio für Stuttgart. Es wird gefördert aus dem Projektmittelfonds "Zukunft der Jugend" der Stadt Stuttgart.
"Nach der Anerkennung unserer Arbeit würden sich die Jugendlichen über eine Projektverlängerung um ein weiteres Jahr freuen, da wir noch viele neue interessante Plätze in Stuttgart entdeckt haben", meint Elena Maslovskaya.
www.freies-radio.de

Artikel als PDF