12.02.2026 18:00 Uhr Inforedaktion: onda-info
onda-info 634 (20.01.2026)
Das letzte onda-info stand ganz im Zeichen des US-amerikanischen Überfalls auf Venezuela, die Entführung seines Präsidenten Nicolas Maduro und dessen Frau Cilia Flores. Falls ihr es noch nicht gehört habt, horcht doch mal rein. Denn auch in unserem zweiten Betrag geht es um den US-amerikanischen Angriff, die aktuelle Situation in Venezuela und beider Einordnung. Letzteres allerdings aus einem besonderen Blickwinkel. Nils Brock sprach nämlich mit dem Universitätsprofessor und Informatiker Juan Carlos Monsalve aus Caracas, dessen Einschätzungen zum Teil im Widerspruch zu denen vieler europäischer und lateinamerikanischer Expert*innen stehen.
Im ersten Beitrag nimmt Euch Carlos Ramos mit nach Argentinien, genauer gesagt nach Buenos Aires. Mitten im Sommer, bei brütender Hitze, fällt dort plötzlich Schnee. Ein tödlicher Schnee, der die Menschen tot umfallen läßt, sobald sie mit ihm in Berührung kommen. Natürlich ist das Carlos bei seinem letzten Aufenthalt in Buenos Aires nicht passiert. So beginnt die im April letzten Jahres bei Netflix gestartete Serie „El Eternauta“. Carlos bespricht in seinem Beitrag nicht nur die Netflix-Adaption des argentinischen Comic-Klassikers, sondern nimmt ihr Erscheinen auch zum Anlass, über das kulturelle Erbe und die politische Aktualität von „El Eternauta“ zu reflektieren. Wichtiger Teil des Beitrags ist ein Interview mit dem uruguayischen Schauspieler César Troncoso – Darsteller eines der Protagonisten – über den Prozess der Adaption und den tieferen Sinn der Geschichte, die fast siebzig Jahre nach ihrer Entstehung nicht an Aktualität verloren hat.
Eine interessante halbe Stunde wünscht Knut im Namen der ondistas.
onda-info 635 (03.02.2026)
Laura Fernández heißt die neue Präsidentin von Costa Rica. Warum sie die Präsidentschaftswahl gewonnen hat und welche Rolle ihr Amtsvorgänger dabei gespielt hat, das hört ihr gleich nach den Nachrichten.
Anschließend gibt es ein Interview mit Dora Maria Téllez. Die Guerillera und spätere Gesundheitsministerin war eine der bekanntesten Figuren der nicaraguanischen Revolution. 1978 beteiligte sie sich an der Besetzung des Nationalpalasts, ein Jahr später stürzte die sandinistische Bewegung die Somoza-Diktatur. Inzwischen lebt Téllez im Exil in Spanien – verfolgt, inhaftiert, ausgebürgert vom Regime Daniel Ortegas, mit dem sie einst gemeinsam kämpfte. Heute hofft sie, dass das Ortega-Murillo-Regime vor dem Scheitern steht: „Repression ist ein Zeichen von Schwäche“, sagt Téllez in diesem Interview, das Erika Harzer geführt hat.
An welchen Stellen müssen wir ansetzen, um die Klimakrise zu bekämpfen? Ganz oben steht die Forderung, dass der Verbrauch fossiler Energieträger reduziert werden muss. Doch auch der Metallbergbau ist ein großer Treiber für die Zerstörung des Klimas. Aktivist*innen haben auf einer Veranstaltung im Dezember folgende Fragen diskutiert: Welche Rolle spielte das Thema Bergbau auf der COP30 in Belém? Welche Widersprüche zeigen sich im Amazonasgebiet und in Brasilien? Was fordern Betroffene? Und welche Verantwortung tragen Deutschland und die EU?
Eine interessante halbe Stunde wünschen wir vom onda-info.