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12.03.2026 18:00 Uhr Inforedaktion: onda-info

Ausgabe 636 und 637

onda-info 636 (17.02.2026)
Der Angriff auf Venezuela, die Militarisierung der Grenze zu Mexiko, eine massiv ausgeweitete Marinepräsenz in der Karibik, Drohungen gegen Kuba und die offene Einflussnahme auf Wahlprozesse – so tritt Donald Trump’s Dominanzanspruch im westlichen Hemisphärenraum ganz offen zutage. Verbündete und kuschende Staaten werden belohnt, abweichende Staaten sehen sich Sanktionen, ökonomischem Druck, Drohungen oder gar Angriffen gegenüber. Was die aktuelle US-Regierung antreibt, ist nicht mehr partnerschaftliche Kooperation, sondern die Durchsetzung strategischer Interessen und wirtschaftlicher Macht.
Was unter Trump schrill und unverblümt erscheint, fußt dabei auf einem über Jahrzehnte gewachsenen Geflecht aus militärischer Präsenz, ökonomischer Abhängigkeit und politischer Einflussnahme. Trump personalisiert eine Struktur, die ihm lange vorausgeht.
Ganz konkret sehen wir das derzeit in Kuba: Seit Washington Drohungen gegen Öl-Lieferanten ausgesprochen hat, ist das Land von Ölimporten abgeschnitten, was zu erheblichen Engpässen bei Energie, Transport, medizinischer Versorgung und Grundversorgung führt – eine humanitäre Krise, vor der auch die an den Rand gedrängten Vereinten Nationen warnen.
Nach dem Ausfall der venezolanischen Öllieferungen, steht nun Mexiko im Zentrum regionaler Solidarität. Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnet Trumps Politik als ungerecht und hat jüngst mehr als 800 Tonnen humanitäre Hilfe – Lebensmittel, Hygieneartikel und medizinische Güter – mit Marineschiffen nach Havanna geschickt, um die Not der Bevölkerung abzufedern. Gleichzeitig verhandelt Mexiko mit den USA darüber, ob man Öllieferungen auf diplomatischem Wege fortsetzen kann, ohne selbst unter US-Sanktionen zu leiden.
Solidarität mit Kuba, vor allem mit der kubanischen Bevölkerung ist derzeit wichtiger denn je. Dazu gehört auch die Forderung, das Embargo und die Treibstoffblockade zu beenden – denn der Mangel an Energie trifft nicht nur Krankenhäuser und Schulen, sondern auch den Alltag von Millionen Menschen.
Antje Vieth hat für dieses onda-info mit einer kubanischen Universitätsprofessorin über die Situation in Kuba gesprochen und nachgefragt, welche Strategien Regierung und Bevölkerung dem US-Ölembargo entgegensetzen. Carlos Ramos hat bei Fernando von der Hip-Hop-Gruppe 340 MS nachgefragt und dabei viel über die Sehnsucht der Kubaner*innen nach Veränderungen erfahren. Zum Schluss hören wir noch in einen aktuellen Podcast OHREN AUF LATEINAMERIKA vom FDCL e.V. rein, in dem es um Tourismus in Kuba geht.
Wir beginnen aber mit einer Nachricht von Knut Hildebrandt, über eine Solidarität Mexikos, die Mut macht, aber zugleich Grenzen aufzeigt.

onda info 8. März

onda-info 637 (03.03.2026)
Kurz vor dem 8. März, dem internationalen Frauenkampftag erreichen uns Aufrufe aus diversen Städten in Europa und Lateinamerika für die Rechte von FLTIQ* auf die Straße zu gehen. Poonal hat für Euch einen Nachrichtenblock zusammengetragen.
3. März 2026 ist der 10. Todestag von Berta Cáceres. Die, Menschenrechts- und Umweltverteidigerin, indigene Aktivistin, Feministin wurde in ihrem Haus in La Esperanza in Honduras ermordet. Der politische Femizid folgte einem Mordkomplott zugunsten von Wirtschaftsinteressen, dessen Auftraggeber bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Staatliche Stellen wussten im Voraus von dem Plan, taten aber nichts, um Berta zu schützen.
Außerdem hört ihr einen Beitrag zu Protesten im Alter: In Deutschland organisieren „OMAS GEGEN RECHTS“ politischen Widerstand gegen den erstarkenden Rechtsruck. In Argentinien treten Rentnergruppen den sozialen Kürzungen entgegen. Was treibt die Protagonist*innen dieser Bewegungen an? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es im Aktivismus im Alter?
Last but not Least onda- Reinhörer: Ein Radio mit der Stimme in der Luft und den Füßen im Wasser: Espika FM sendet vom Ufer des Río Santa Lucía. Dort, wo Dürre und Flut einander ablösen, entsteht Journalismus von unten – mit Humor, Widerstand und viel Gemeinschaft. Hört selbst!
Eine interessante halbe Stunde, wünscht das onda-info Team

Eine Ausgabe der Sendung Inforedaktion: onda-info.

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