16.06.2020 12:00 Uhr Surprise

"Warum Adriano?"

Bild zur Sendung

Feature zum 20. Jahrestag der Ermordung Alberto Adrianos am 11. Juni 2000 in Dessau

Das Feature beschäftigt sich mit der Situation, der Arbeits- und Lebensrealität von sogenannten Vertragsarbeiter*innen in der DDR, gerade auch derer, die wie Alberto Adriano aus Mosambik stammten. Dabei geht es auch um Rassismuserfahrungen vor der Wende.
Darüber hinaus thematisiert das Feature die Geschichte rechter Gewalt und des gesellschaftlichen Umgangs mit rechter Gewalt nach der Wende, in den letzten 30 Jahren, sowie Rassismus, Antisemitismus und Sozialdarwinismus als oft bagatellisierte tatmotivierende Ideologien. Vor allem aber geht es auch darum, mit Blick auf einzelne Fälle und Geschichten die Opferperspektive in den Mittelpunkt zu stellen.

Zu Wort kommen der Zeitzeuge Ibraimo Alberto, die Regisseurin Aysun Bademsoy, der Mitbegründer und Leiter des Multikulturellen Zentrums Dessau e.V., Razak Minhel, die Mitarbeiter der dort angesiedelten Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten, Marco Steckel und Alex Kolsch, die Mitarbeiterinnen der Mobilen Opferberatung bei Miteinander e.V. aus Halle, Antje Arndt und Zissi Sauermann, Dr. Carsta Langner vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Jena, Nick Wetschel und Claudia Pawlowitsch vom Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden, Hans Goldenbaum von der Fach- und Beratungsstelle SALAM am Multikulturellen Zentrum in Dessau und Noël Kaboré von der Inititative Bürger aus Burkina Faso.

Eine Produktion des Multikulturellen Zentrum Dessau e.V. und Radio Corax, Halle

Weiter Informationen:
www.warumadriano.de

Playlist ab 14:27 Uhr:
1 Monochrome: Gegenstück
2 Kettcar: Einer
3 Tocotronic: Aber hier leben nein danke
4 Räuberhöhle feat. Egotronic: Achtung
5 Die Goldenen Zitronen: Fin de Millinaire
6 Rhythm King & Her Friends: I´m Disco (Discontent Mix)
7 Superpunk: Matula (Live)
8 Muff Potter: Punk9
(Aus dem Sampler "I Can't Relax In Deutschland")

Mehr zur Sendung >

Sendungskontakt

Über folgendes Formular können Sie direkt mit den MacherInnen der Sendung Kontakt aufnehmen: