14.10.2021 18:00 Uhr Inforedaktion: onda-info

#520 und #521

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onda-info 520
In Mexiko ist einiges los: Erneut ist in Chiapas eine Karawane von Migrant*innen aufgebrochen und wurde gewaltsam gestoppt. In Oaxaca trifft die dritte Welle der Coronapandemie die Indigenen besonders hart. Und die konservative Partei PAN hat den Chef der rechtsextremen spanischen Partei Vox nach Mexiko eingeladen.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat entschieden, dass ein totales Abtreibungsverbot in Mexiko verfassungswidrig ist. Damit darf unter bestimmten Bedingungen eine Abtreibung nicht mehr unter Strafe gestellt werden.
Der April und der Mai waren in Kolumbien Monate des Aufstands. Gegen die Gewalt von Polizei und Paramilitärs formierten sich im ganzen Land selbstorganisierte Streikgruppen, um autonome Zonen zu schaffen – besonders in der Stadt Cali. Mittendrin: Die Guardia Indigena, die Indigene Schutzeinheit, die während des Nationalstreiks zur gewaltfreien Alternative zur Polizei wurde. Ihr hört einen Beitrag von Fabian Grieger in Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika.

onda-info 521
Am 14. September ist die zapatistische Delegation „La Extemporánea – Die Unzeitgemäßen“ am Wiener Flughafen angekommen. Die Delegierten teilten sich in mehrere Gruppen auf, um in verschiedene europäische Städte reisen. Dort wollen sie sich in den kommenden Wochen mit örtlichen Kollektiven über ihre jeweiligen sozialen Kämpfe austauschen.
Am 3. Oktober kommen die Zapatistas in Berlin an, wo es am Abend eine Ankunftszeremonie mit Konzert geben wird. In den folgenden Tagen bis zur Abreise am 9. Oktober finden Veranstaltungen mit den Delegierten statt. Wir werden Euch über unserer Webseite auf dem Laufenden halten.
Unsere heutige Sendung steht allerdings ganz im Zeichen von Massenprotesten. Nachdem in den letzten zwei Jahren vor allem Bukeles Anhängerinnen auf lautstarken Machtdemonstrationen zu hören waren, gingen an El Salvadors Unabhängigkeitstag Tausende auf die Straßen, um gegen den autoritären Regierungsstil des Präsidenten zu protestieren. Auch wenn Bukele noch auf die Zustimmung von mehr als 80 Prozent der Wählerinnen bauen kann, verunglimpfte er in seiner Ansprache zum Unabhängigkeitstag die Proteste als durch Teile der internationalen Gemeinschaft finanzierte Randale.
Auf ganz so große Zustimmung wie Bukele kann Brasiliens Präsident Bolsonaro nicht mehr setzen. Sein Stern scheint im Sinken begriffen zu sein. Doch umso aggressiver reagiert Bolsonaro auf das Erstarken der Opposition. Zum brasilianischen Unabhängigkeitstag Anfang September mobilisierte er Zehntausende zu einem ultrarechten Protesttag. Andrasch Neunert von Radio Lora aus München unterhielt sich mit dem Politikwissenschaftler Dr. Christian Pfeifer von der Universität Rostock darüber, was das für die Präsidentschaftswahlen 2022 bedeuten könnte.
Doch zu Beginn unserer Sendung kommt noch eine Meldung über die tödlichen Bedrohungen, welchen Umweltschützer*innen weltweit zunehmend ausgesetzt sind.

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Redaktion

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