10.11.2022 18:00 Uhr Inforedaktion: onda-info

#549 und #550

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onda-info 549
In der Coronapandemie wurden gesellschaftliche Unterschiede erneut richtig krass sichtbar. Besonders die indigenen Gruppen Lateinamerikas blieben bei den Coronapolitiken der einzelnen Staaten weitgehend außen vor. Ein Beitrag von Mirjana Jandik und Yanua Liseth Atamain aus Peru zeigt, wie die Corona-Politik das historisch gewachsene Misstrauen der Indigenen gegen den Staat wieder verschärft hat.
In Honduras lief es ähnlich: Während der Corona-Pandemie waren die Garífuna-Gemeinden auf sich selbst gestellt. Eine Garifuna Organisation eröffnete daher 33 Covid-Zentren. Aus einem Teil davon sind mittlerweile Zentren für traditionelle Heilmethoden geworden, die Casas de Salud Ancestral. Steffi Wassermann und Jutta Blume besuchten die Zentren im Rahmen ihrer Reise im August.
Über El Salvador berichten die Aktivistinnen Sonia Urrutia und Verónica Guerra während einer Rundreise in Deutschland ein. Die Weltgesundheitsorganisation lobte das Land erst für sein „vorbildliches Pandemiemanagement“. Nun wurde bei Ausgaben für Medikamente und Hygieneprodukte ein Korruptionsfall aufgedeckt. Mirjana Jandik traf sie im Büro der ila und fragte, wie Pandemiemanagement und politische Krise zusammenhängen.
Mehr zum Thema Pandemiebekämpfung in Lateinamerika, Patente und Impfen findet ihr übrigens in der neuen Ausgabe des Lateinamerika- Magazins ILA 459 aus Bonn.

onda-info 550
Wir haben drei interessante Beiträge aus Chile, Bolivien und natürlich Brasilien für euch. Denn Brasilien hat gewählt: Ex-Präsident Lula Da Silva wird erneut Präsident des südamerikanischen Landes. Doch fast 50 Prozent haben für den rechtsextremen bisherigen Präsidenten Bolsonaro gestimmt. Das Land ist also gespalten. Im Interview erklärt Andreas Behn, was die Wahl für Brasilien bedeutet.
Mitte Oktober reiste Thüringens Ministerpräsident Ramelow nach Chile. Dabei besuchte er auch die ehemalige Colonia Dignidad, die heutige Villa Baviera. Das sorgte für Aufsehen, denn deutsche Regierungen wussten von Folter und Mord, Zwangsarbeit und Missbrauch in der deutschen Sektensiedlung in Chile. Als Bundesratspräsident ist Ramelow der bislang höchstrangigste deutsche Politiker, der diesen Ort besucht.
Mehr als sechs Millionen Venezolaner_innen haben in den vergangenen Jahren ihr Heimatland verlassen; das ist ein Fünftel der Bevölkerung. Die meisten davon leben in Kolumbien, Ecuador oder Peru, viele aber auch in Bolivien. Doch auf dem Weg dorthin und auch in Bolivien selbst sind besonders Frauen und queere Menschen aus Venezuela immer wieder Gewalt ausgesetzt, wie ein Bericht aus La Paz zeigt.

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