radioSCHAUen #46: KKW (Kischkat - Kühner - Weiss)

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Samstag, 23. März 2019 19:00 Uhr

radioSCHAUen #46 – Ihre Ohren werden Augen machen!
Live-Sendung im Foyer des FRS und On Air auf 99.2:

KKW (Kischkat - Kühner - Weiss)
"Zitronen im Weltall"
Texte aus der Enzyklopädie "Museum der modernen Poesie“ von Hans Magnus Enzensberger, angereichert mit improvisiertem Underground Jazz

Als das Museum der modernen Poesie 1960 erstmals erschien, sprach die Kritik von einer
„literarischen Documenta“, von einem „Orbis pictus der modernen Poesie“. In der Tat hat sich
Enzensbergers Werk als ein unwiederholbares Unternehmen erwiesen. Er versammelt beinahe
hundert Dichter aus aller Welt in 351 Gedichten, die zwischen 1910 und 1940 entstanden, also
annähernd hundert Jahre alt sind. Über die „Vergangenheit der Moderne“ schreibt Enzensberger
in seinem Nachwort: „...wie weit trägt der Begriff Modernität? Er taugt nicht viel, nur
einen Unsinnigen könnte es danach verlangen, ihn zu definieren.“ und weiter:„...Poesie ist ein
Prozess, kein Museum.“ So hat auch die Anordnung der Gedichte kein System und erfolgt
auch nicht chronologisch. Sie ergab sich als Resultat eines freien Spieles mit den Texten.

Kischkat, Kühner und Weiss spielen ihrerseits musikalisch mit den Texten. Ohne feste
Anordnung und ohne festgelegte Form wird kompromisslos von der ersten bis zur letzten Note
improvisiert. Inhaltlich werden die Klangexkursionen zusammengehalten durch die Lyrik, die
von Schlagzeuger Uwe Kühner, mal eindringlich entrückt, mal Sanftheit betonend, entweder
frei oder vom Blatt interpretiert werden. Sie entfalten ihr ureigenes Leben. Und wenn sich dann
die Musik befreit von der Umklammerung des Textes, frei schwebend, ohne vorgesetzten
Anker, ist Raum für einzigartige Momente.

Boris Kischkat (Gitarren), Uwe Kühner (Lyrik, Schlagzeug), Günter Weiss (Gitarren)

Publikum erwünscht! Eintritt frei!

Freies Radio für Stuttgart
Stöckachstr. 16a, 1. Stock
Eingang in der Heinrich-Baumann-Str.

KKW
radioschauen.freies-radio.de

Flyer (PDF)

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Stuttgart